Spaß und Fachsimpeln im Wienerwald

Der Wienerwald hat seinen Namen wirklich verdient. Wenn man nicht gerade in Wien ist, sieht man wirklich nur: Richtig, Wald! Eine sehr schöne Landschaft, in die es mich dort verschlagen hat. Natürlich heißt es nicht umsonst WIENERwald, ein Besuch von Österreichs Hauptmetropole war daher natürlich unumgänglich.

 

Die Architektur der alten Stadthäuser ist wirklich atemberaubend. Die prunkvollen Stuckfassaden der historischen Gebäude erwecken den Glanz alter Zeiten. Angekommen im berühmten, städtischen Vergnügungspark, dem Wiener Prater, konnte ich es nicht lassen, das ein oder andere Fahrgeschäft zu testen. Die älteste Geisterbahn der Welt - das 1933 errichtete "Geisterschloss" -, eine Achterbahn, in der man auf dem Bauch liegend fährt, das höchste Kettenkarussell der Welt mit 117m Höhe, das nostalgische Riesenrad und als besonderes Zuckerl den vom Münchner Oktoberfest bekannten "Olympia-Looping", der dort zufällig gerade aufgebaut war. Nur eben mit dem Unterschied, dass man in München oft mehrere Stunden anstehen muss und die Wartezeit am Prater gleich Null war.

 

Jedoch den besondersten Moment an diesem Abend hatten wir im zuvor genannten, nostalgischen Riesenrad. Nicht nur die Tatsache, dass wir in den erst seit wenigen Tagen angehängten, nigelnagelneuen Gondeln Wien von oben bestaunen konnten:

Wir hatten das große Glück, den wunderschönen Sonnengang über den Dächern der Stadt zu erleben. Wir haben wirklich genau den richtigen Moment erwischt.

 

Am nächsten Tag wollte mein Dad unbedingt mit mir in den "Wienerwald" gehen. Also nicht in den Wald, sondern in die Restaurantkette. Mir war der Begriff bis dato nicht bekannt, aber wie ich gesagt bekommen habe, war "Wienerwald" zu früheren Zeiten einst ein großer Konkurrent zu unseren heute bekannten Fast-Food-Ketten "Burger King" oder "McDonalds". Aus einer damals kleinen Wirtschaft, in München gegründet, wuchs ein "Wienerwald-Imperium" heran, welches sogar in Ägypten Filialen verzeichnete. Leider konnte sich die Marke nicht sehr lange halten und ein "Wienerwald" nach dem anderen schloss seine Pforten. Heute gibt es nur noch wenige Filialen, einige davon in Wien. Im Gegensatz zum sonstigen Fast-Food schmeckt es bei "Wienerwald" beinahe wie in einem normalen Restaurant. Also wer in Wien mal günstig essen gehen will, der soll einfach mal bei diesem "geschichtsvollen" Restaurant vorbeischauen.

 

Aber natürlich waren wir nicht nur zum Essen in der Gegend: Wir besuchten unseren lieben Orgelbauer Christian Wittmann, der meine ganzen Notenbänder stanzt. Bei der Gelegenheit ließen wir direkt unsere 20er Deleika wieder ein wenig aufmöbeln. Diesmal wurde die Ansprache der Ventile verbessert. Da hat Christian echt noch mal einiges an Klangqualität rausgeholt aus dem Instrument.

 

Neben dem Orgel-Tuning sind wir aber hauptsächlich gekommen, um einfach ein wenig miteinander zu quatschen. Nachmittags wurden wir mit Kaffee und Kuchen von Christians Mutter bewirtet. Am Abend trafen wir uns in einer netten Gaststätte. Dort habe ich Christian etwas von meinen Plänen erklärt, die ich für die Zukunft bezüglich eines neuen Instruments habe. Nun schwebt zumindest schon mal eine grobe Vorstellung von dem in der Luft, was ich mir so alles an Neuerungen für eine "Drehorgel 2.0" erdacht habe.

 

Übrigens haben wir bei Christian auch neue Notenbänder für meine Drehorgel abgeholt. Meine Eigrnkomposition "2026", welches die Welt in 10 Jahren schildert, sowie Pixie Paris' "Es rappelt im Karton" (bekannt aus der eis.de Werbung) sind absofort einsatzbereit auf meiner Orgel. Das erste mal seit langem habe ich auch mal wieder ein Arrangement eines anderen Arrangeurs gekauft. Es ist ein Band von Igmar Krause, er hat Michael Jacksons "Smooth Criminal" mit der Vorlage von Pierre Charrial, der das Lied auf einer großen, französischen Kartonnotenorgel spielte und damit großes Aufsehen erregte, auf die 20er Drehorgel umgesetzt. Wer das Original von Pierre Charrial kennt, wird wissen, was das Beosndere an dem Lied ist: Mit dem reinen Pfeifenwerk wird durch spezielle Anordnung der Töne ein "Schlagzeugbeat" geschaffen. Und die Idee finde ich so extrem geil, dass ich mir die Umsetzung auf die 20er Drehorgel natürlch kaufen musste. Lohnt sich! Wirklich!

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Kommentare: 3
  • #1

    Tom (Freitag, 26 August 2016 21:29)

    Das ist echt Klasse :-) will ich auch:-)

  • #2

    Gracia Elbert (Sonntag, 05 Februar 2017 11:15)


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